Die Lage
Da gute Wohngegenden immer gefragt sind, ist dort der Wertzuwachs einer Immobilie am höchsten. Falls Sie sich im Alter sich für einen Verkauf entscheiden sollten, finden sie dann auch eher einen Käufer. Aber: Je besser die Lage, desto mehr müssen Sie für das Haus ausgeben!
Ausstattung und Zustand
Auch bei frisch renovierten Häusern kann sich löchriges Mauerwerk, ein fehlerhafter Fußboden, Löcher im Dach oder Schimmel verstecken. Reklamieren Sie diese Mängel nicht sofort, müssen Käufer diese selber bezahlen. Max Herbst, Experte von der FMH-Finanberatung: „Begehen Sie die Immobilie vorher mit einem unabhängigen Experten – die Kosten von zirka 400 Euro lohnen sich.“ Erkundigen Sie auch, welche Reparaturen zuletzt durchgeführt worden sind und lassen Sie sich die Rechnungen vorlegen.
Finanzierung
Klassische Finanzierung mit Zinsbindungen von 15 oder 20 Jahren, zinsverbilligte Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), „Wohn-Riester“ bzw. "„Eigenheim-Rente“, die rückwirkend ab 1. Januar 2008 die Eigenheimzulage ersetzt – die Auswahl an Finanzierungsmöglichkeiten ist groß. Generell gilt: Unbedingt mehrere Finanzierungsangebote einholen! Der Zinsunterschied bei Kreditinstituten ist teilweise beträchtlich.
Zusatzkosten
Neben dem Preis für das Haus selbst, kommen auch noch weitere Kosten auf Sie als Eigentümer zu. Herbst: „Beim Erwerb einer Immobilie kommen noch Notar- und Grundbuchkosten (etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises), Grunderwerbsteuer (3,5 Prozent bis 4,5 Prozent) und Maklerkosten von bis zu sechs Prozent hinzu. Außer den üblichen Wohnnebenkosten sollten Sie als Eigentümer auch Rücklagen für eventuelle Reparaturen bilden.“ Wer dies nicht mit einplant, kann leicht in die Schuldenfalle tappen.
Eigene finanzielle Schmerzgrenze
Überlegen Sie sich vorher, wo Ihre finanzielle Schmerzgrenze beim Immobilienkauf liegt. Falls Ihnen schon ein Objekt vorschwebt: Ist der Preis angemessen? Passen Sie auf, dass Sie sich nicht finanziell überfordern und kalkulieren Sie nicht zu knapp. Bedenken Sie, dass es immer zu Überraschungen kommen kann, etwa den Verlust des Jobs oder sonstige finanzielle Engpässe.
Vermietung
Wenn Sie Ihr Eigenheim vermieten, achten Sie darauf, dass die Kalt-Mieteinnahmen ausreichen, um Ihre Kreditraten-Zahlungen locker zu finanzieren.
Ansonsten zahlen Sie drauf. Außerdem kann es immer sein, dass die Mieter nicht bezahlen können. Schließen Sie das vorher in Ihre Überlegungen mit ein – wie lange können Sie das Haus plus Ihre eigene Miete bezahlen, bevor Sie pleite gehen? Bilden Sie aus den Überschüssen (Miete minus Kreditrate) auf jeden Fall Rücklagen, um für schlechte Zeiten ein finanzielles Polster zu haben. Einige Rechner im Internet helfen dabei, den besten individuellen Finanzierungsrahmen zu finden.
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